Schlafmangel erhöht Risiko für Augenerkrankungen

Schlaf beeinflusst mehr als Konzentration und Leistungsfähigkeit, denn auch die Augen reagieren sensibel auf unruhige Nächte. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass sowohl Dauer als auch Qualität des Schlafs mit der Sehleistung sowie häufigen altersabhängigen Augenerkrankungen zusammenhängen. Besonders ungünstig wirken sich dauerhaft zu kurze, oder stark gestörte Nächte aus.
Die Stiftung Auge erklärt, welche Folgen dies für die Augengesundheit haben kann und wie sich die Augen aktiv schützen lassen:
Während der nächtlichen Ruhephasen laufen im Auge wichtige biologische Prozesse ab. Der Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst unter anderem die Versorgung der Netzhaut, die Befeuchtung der Augenoberfläche und die Regulation des Augeninnendrucks. Besonders aktiv ist das Auge während des sogenannten REM-Schlafs, der Phase intensiven Träumens. Forschungsarbeiten geben Hinweise darauf, dass die ruckartigen Augenbewegungen in dieser Phase helfen könnten, Stoffwechselprodukte aus der Netzhaut abzutransportieren. Dieser nächtliche Vorgang gilt als wichtig für die Funktionsfähigkeit lichtempfindlicher Zellen. Schlaf ist für das Auge keine Pause, sondern eine aktive Erholungsphase. Werden diese nächtlichen Regenerationsprozesse gestört, kann das Folgen für die Augengesundheit haben.
Eine zu geringe Schlafdauer beziehungsweise eine schlechte Schlafqualität stehen eng in Verbindung mit der Entstehung verschiedener Gesundheitsprobleme – denn die nächtlichen Ruhephasen sind essenziell für die körperliche und geistige Regeneration. Ein stark gestörter Schlafrhythmus kann beispielsweise Stoffwechselprozesse wie den Glukosestoffwechsel stören, wodurch die Anfälligkeit für Diabetes mellitus erhöht wird. Das wiederum begünstigt Augenerkrankungen wie die diabetische Retinopathie





