Minijobs sichern Flexibilität in augenoptischen Betrieben

Minijobs erfüllen in vielen augenoptischen Betrieben eine wichtige ergänzende Funktion. Das zeigt ein stichprobenartiges, ausdrücklich nicht repräsentatives Stimmungsbild des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) unter Mitgliedsbetrieben. Demnach könnte eine Einschränkung dieser Beschäftigungsform, wie es Überlegungen zur Reform der Alterssicherung vorsehen, vor allem kleinere und inhabergeführte Unternehmen belasten.

Die Rückmeldungen zur Online-Umfrage machen deutlich, dass geringfügig Beschäftigte insbesondere bei organisatorischen, administrativen und servicebezogenen Aufgaben eingesetzt werden. Dazu zählen unter anderem Empfang und Terminvergabe, Telefonservice, Verkauf, Warenpflege, Lager- und Inventurarbeiten, Dekoration sowie Raumpflege. Zudem helfen sie, Stoßzeiten, Samstage sowie krankheits- oder urlaubsbedingte Engpässe abzudecken.

Eine Abschaffung oder deutliche Einschränkung von Minijobs würde nach Einschätzung der teilnehmenden Betriebe vielfach zu höheren Kosten und zusätzlichem Verwaltungsaufwand führen. Mehrere Rückmeldungen lassen zudem erwarten, dass Beschäftigte ein reguläres Arbeitsverhältnis mit größerem Stundenumfang nicht annehmen, sondern ihre Tätigkeit ganz aufgeben würden. Die Folge könnten eingeschränkte Öffnungszeiten, weniger Serviceleistungen und eine stärkere Belastung des vorhandenen Fachpersonals sowie der Betriebsinhaber sein.

Mit Blick auf die betroffenen Personengruppen, wären besonders häufig jene betroffen, die bewusst nur in begrenztem Umfang arbeiten möchten oder können – etwa Rentner, Studierende, Eltern mit Betreuungsaufgaben, Berufsrückkehrer oder Beschäftigte mit einem Zweitjob. Zugleich zeigen die Antworten, dass auch die soziale Absicherung der Beschäftigten sowie möglichst einfache, unbürokratische Regelungen in den Überlegungen zur Reform berücksichtigt werden sollten. Aus Sicht des ZVA braucht es daher praxistaugliche Lösungen statt einer pauschalen Abschaffung. Der Verband wird die besonderen Auswirkungen auf das Augenoptikerhandwerk in die weiteren Gespräche auf Handwerksebene einbringen.

 

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