Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger zu den aktuellen Ausbildungsmarktzahlen

„Die Probleme auf dem Ausbildungsmarkt sind real und sie verschärfen sich. Die Perspektive der Unternehmen gerät in der Debatte aus dem Blick: Nur gut die Hälfte der Unternehmen kann einen Großteil ihrer Ausbildungsplätze besetzen. Bei knapp jedem dritten Unternehmen bleiben drei von vier Lehrstellen unbesetzt. Das Problem ist nicht der fehlende Ausbildungswille der Unternehmen. Die größten Probleme bei der Nachwuchsgewinnung sind laut BDA-Arbeitgeberbarometer vielmehr fehlende Bewerbungen (76%) und unzureichende Qualifikation (54%).

Mehr als 80 Prozent der befragten Unternehmen bestätigen: Praktika und Kooperationen zwischen Unternehmen und Schulen sind der erfolgreichste Weg, um Jugendliche zu motivieren und Ausbildungsplätze zu besetzen. Die Praxis zeigt, dass dieses Modell funktioniert – vorausgesetzt alle Schulen, auch Oberstufenzentren und Gymnasien, kooperieren aktiv mit der Bundesagentur für Arbeit und mit Partnerunternehmen. Entscheidend ist eine verbindliche, frühzeitige und praxisnahe Berufsorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen.“

Ergebnisse des BDA-Arbeitgeberbarometers:
Die Hälfte der ausbildenden Unternehmen (51%) hat laut BDA-Arbeitgeberbarometer für 75 Prozent ihrer Ausbildungsplätze geeignete Bewerber einstellen können, während knapp jedes dritte Unternehmen (29%) nur jede vierte offene Ausbildungsstelle (25%) besetzen konnte.
Die wichtigsten Wege, um Azubis zu rekrutieren, führen nach Angaben der Unternehmen über den direkten Kontakt – durch persönliche Empfehlungen (86%), Praktika (81%) und Kooperationen mit Schulen (59%).

Die größten Probleme bei der Nachwuchsgewinnung sind fehlende Bewerbungen (76%), unzureichende Qualifikation (54%) und hohe Ansprüche der Bewerberinnen und Bewerber (51%) – etwa bei Gehaltsperspektiven und Arbeitszeiten.

 

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