Retina Implant: Ergebnisse und Erlebnisse, die motivieren und Hoffnung geben

In der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) fand am 24. November der erste Informationstag zum Schwerpunktthema „Erbliche Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa“ statt.

Über 400 Betroffene und Angehörigen waren der Einladung gefolgt und erhielten von weltweit anerkannten Spezialisten einen wertvollen Überblick über Ursache, Verlauf und vor allem Behandlungsmöglichkeiten ihrer Erkrankungen. Retinitis pigmentosa (RP) ist eine degenerative Netzhauterkrankung, die bislang nicht heilbar ist und häufig zur vollständigen Erblindung führt. Der erste Patienteninformationstag am UKE machte den zahlreichen Betroffenen und ihren Angehörigen dennoch Hoffnung. „Es sind eine ganze Reihe von Therapien am Horizont, von denen ich mir viel bis sehr viel erhoffe“, erklärte Prof. Dr. Martin Spitzer, Direktor der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das seit einem Jahr RP-Kompetenzzentrum ist.

Neben der Gentherapie, die, abhängig vom jeweiligen Gendefekt, immer für bestimmte Ausprägungen der Netzhauterkrankungen eingesetzt werden könnte, interessierten sich die 400 Besucher vor allem für die Fortschritte auf dem Gebiet der Netzhautprothesen. Im Gegensatz zur Gentherapie, die nur erhalten kann, was noch vorhanden ist, können Implantate bereits vollständig Erblindeten einen Teil ihres Sehvermögens zurückgeben. Welche Therapie jeweils angezeigt ist, können Patienten nur herausfinden, wenn sie bestmöglich informiert sind.
Besonders beeindruckend waren die Erfahrungsberichte von Patienten. Ein vollständig erblindeter Implantat-Träger beschrieb, dass er nach zwanzig Jahren zum ersten Mal wieder ein Feuerwerk „sehen“ konnte. Und eine RP-Patientin, die noch über Sehvermögen verfügt, erklärte, dass sie mittels der TES ihre Sehfähigkeit stabil gehalten habe und nach wie vor in ihrem Frisörsalon arbeiten könne.

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