ZVA fordert strengere Kontrollen bei Brillen-Direktimporten

KI
Der ZVA dringt auf eine konsequente Marktüberwachung von Korrektionsbrillen, die über internationale Online-Plattformen direkt aus Nicht-EU-Staaten importiert werden. Während Augenoptikbetriebe vor Ort strenge Prüf- und Dokumentationspflichten der europäischen Medizinprodukteverordnung (MDR) erfüllen, mangelt es bei Direktimporten an wirksamen Kontrollen.
Nach Zahlen der EU-Kommission standen 2025 rund 5,9 Milliarden geringwertigen Importwaren lediglich etwa 388.000 Konformitätsprüfungen gegenüber – nur eine Kontrolle pro 15.400 Sendungen.
„Wer eine Brille kauft, muss sich auf ihre Sicherheit verlassen können – unabhängig vom Sitz des Anbieters“, betont ZVA-Vizepräsidentin Sylvia Alps. Der Verband fordert personell und technisch besser ausgestattete Behörden, gezielte Testkäufe sowie lückenlose digitale Produktkennzeichnungen. Das Anliegen floss auch in das aktuelle Positionspapier der Gesundheitshandwerke zur MDR-Reform ein.







