Die MIDO geht um die Welt

MIDO 2019– Milano Eyewear Show
MIDO 2019– Milano Eyewear Show
MIDO 2019– Milano Eyewear Show
MIDO 2019– Milano Eyewear Show

Schon zum zweiten Mal muss die italienische MIDO ausfallen. Nicht nur die italienische Pandemie-Gesetzgebung, sondern die immer noch weitreichenden globalen Reisebeschränkungen verhindern, dass die Branche sich 2021 – wie jedes Jahr seit über fünf Jahrzehnten – in Norditalien treffen kann.

Stattdessen wird es am ersten Juni-Wochenende nun eine digitale MIDO geben. Von Samstag, 5. bis Montag, 7. Juni geht die größte Brillenmesse der Welt mit einer außergewöhnlichen Ausgabe auf die Bühne: Mit einem neuen 360°-Format, das ein innovatives Messe-Erlebnis garantieren soll.

Auf einer – ebenfalls digitalen – Pressekonferenz am 19. Mai 2021 gaben Giovanni Vitaloni, der Präsident der MIDO, und der Soziologe Francesco Morace, Gründer der Firma Future Concept Lab, einen Überblick über den aktuellen Zustand der italienischen Wirtschaft im Allgemeinen und der Brillenbranche im Besonderen; ebenso auf die erhofften Verbesserungen nach dem Ende der Pandemie. Wer Zahlen lesen kann, konnte sehen: Die italienische Brillenindustrie wurde von Corona wirklich schwer getroffen. Umso bewundernswerter ist der Optimismus aller beteiligten Akteure, nicht aufzugeben, sondern sich mit aller Kraft und Kreativität auf die „Zeit nach Corona“ vorzubereiten.

Eine besonders eindrückliche Zahl ist der Rückgang von Herstellung und Verkauf hochwertiger Sonnenbrillen um 27 Prozent im Jahr 2020. Kein anderes Land der Welt ist in diesem Bereich so zuhause wie Italien. Fehlende Sonnenbrillenverkäufe stehen deshalb nicht nur für fehlende Umsätze; sie stehen auch für ausgefallene Reisen, für nicht stattgefundene Sportveranstaltungen, Kultur-Events, Restaurantbesuche und vieles andere. Der massive Rückgang der Verkäufe sagt am Ende nichts anderes als: Wer nur zuhause sitzt, braucht keine Sonnenbrille; schon gar keine teure. Wofür auch?

Man merkte bei der Pressekonferenz den Messeverantwortlichen – insbesondere Präsident Vitaloni – deutlich an, dass sie für ihre langjährigen Aussteller und Besucher zwar gerne und engagiert jeden nur erdenklichen Aufwand treiben, um das zweite Jahr ohne MIDO mit einem digitalen Event zu überbrücken – aber dass sie sich nach nichts mehr sehnen als diesen Menschen so bald wie möglich wieder persönlich zu begegnen.

Das Ziel der „MIDO 2021 | Digital Edition“ ist, Aussteller und Besucher an den Event zu binden und den Teilnehmerkreis über die 160 Länder hinaus zu erweitern, die bei der letzten Ausgabe der MIDO anwesend waren. „Eigentlich wollten wir Sie mit einem neuen Besucherrekord überraschen“, erklärte Giovanni Vitaloni, „stattdessen werden wir Sie mit einem außergewöhnlichen neuen Format überraschen, einer weitreichenden Erfahrung. Wenn nicht die ganze Welt in Mailand sein kann, dann geht die MIDO eben um die ganze Welt.“

Alle Updates zur Veranstaltung werden online auf der Website www.mido.com und den offiziellen Social-Media-Kanälen verfügbar sein: Instagram (@mido_exhibition), Facebook (@MIDOExhibition), Twitter (@MIDOExhibition) und Linkedin sowie über die offizielle App.
Auch über die eigentlichen drei „digitalen Messetage“ hinaus wird die Veranstaltung sichtbar und abrufbar sein – bis sich die Branche im Februar 2022 hoffentlich wieder face-to-face auf dem Messegelände in Rho-Pero treffen kann.

#MIDO2021 #livethewonder

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