KGS ruft junge Menschen zum Sehtest auf

Wurde früher eine Fehlsichtigkeit schon in der Schulzeit festgestellt, entwickelt sie sich heute oft erst im Erwachsenenalter. Die Folge: Junge Verkehrsteil

 

nehmer werden für sich und andere zum Risiko. Zum Tag der Verkehrssicherheit am 18 Juni hat das Kuratorium Gutes Sehen e.V. daher Menschen zwischen 16 und 29 Jahren zum Sehtest im Dreijahresrhythmus aufgerufen.

Forscher warnen seit einigen Jahren, dass immer mehr junge Menschen kurzsichtig sind. So trägt in Deutschland jeder dritte Twen eine Brille. Dabei entwickelt sich die Fehlsichtigkeit heute in den

Industrieländern in einem Viertel der Fälle erst im Erwachsenenalter, wenn der Sehtest für die Führerscheinprüfung schon einige Jahre zurückliegt.

Eine unerkannte Kurzsichtigkeit kann im Straßenverkehr schwere Folgen haben. Schon bei –1 Dioptrien beträgt die Sehleistung statt 100 nur noch 25 Prozent. Verkehrszeichen, Hindernisse oder Kinder am Straßenrand werden ggf. nicht mehr früh genug wahrgenommen. Beim Überholen fällt die Einschätzung schwer, wie weit ein entgegenkommendes Fahrzeug entfernt ist und wie schnell es kritisch nahekommt. Schon jetzt sind junge Verkehrsteilnehmer bis 24 Jahre im Auto, auf dem Fahrrad, Roller oder E-Scooter fast doppelt so oft in Unfälle verwickelt wie Autofahrer ab 25 Jahre. Als Hauptgründe gelten mangelnde Erfahrung im Straßenverkehr, Selbstüberschätzung und fehlende Übung bei der Gefahren- und Risikoeinschätzung. Kommen Sehdefizite dazu, kann es schnell gefährlich werden: Schließlich werden ca. 90 Prozent der Eindrücke über die Augen aufgenommen.

Für die eigene Sicherheit und die der anderen sollten Verkehrsteilnehmer zwischen 16 und 29 Jahren alle drei Jahre ihre Augen untersuchen lassen.

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